Machine Learning und AI sind in aller Munde. Google Analytics ist mit der Metrik „Sitzungsqualität“ (Session Quality Score) aus dem Beta-Stadium raus. Die Kennzahl gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Nutzer eine Transaktion (Kauf bzw. Conversion) durchführt. Ein niedriger Score bedeutet eine schlechte Sitzungs-Qualität und im Umkehrschluss wird eine Sitzung mit Quality Score nahe 100 sehr wahrscheinlich konvertieren.

Der Analyse Deep Dive – So werten Sie den Session Quality Score sinnvoll für Ihre Website aus

Die Voraussetzungen für diese Metrik sind mindestens 1000 Transaktionen pro Monat und mehr als 30 Tage an Daten.

Dieses Wissen ist Gold wert! Wozu sollte man jemanden, der sowieso konvertieren wird, noch mit teuren Incentives locken?! Warum teures Re-Targeting, wenn der Kunde bereits kurz davor ist zu kaufen?

Durch Segmentierung des Quality-Scores auf beispielsweise Traffic-Quellen können Sie die Qualität Ihrer Kampagnen bezüglich Conversion-Wahrscheinlichkeit bewerten und hier wertvolle Optimierung vornehmen. Zum Beispiel indem Sie auf hochpreisige, aber schlecht konvertierende Kampagnen verzichten.

Außerdem ist es möglich, die tatsächlichen Ursachen für schlechte Sitzungsqualität zu ermitteln. Sitzungen mit niedrigem Session Quality Score bergen ein erhebliches Potential um zu identifizieren, was Nutzern fehlt und an welcher Stelle in der User Journey sie verloren gehen. Dort sollten dann auch die On-Site Optimierungsmaßnahmen ansetzen. Um dieses Potential auszuschöpfen, muss man sich das Verhalten dieser Nutzer im Detail anschauen. Die Gründe für negative Bewertung können vielseitig sein. Angefangen bei klassischen Usability-Problemen, über technische Hürden, bis hin zu zu hohen Versandkosten oder Nicht-Verfügbarkeit von bestimmten Produktgrößen im Sortiment, ergeben sich hier wesentliche Chancen die allgemeine Qualität Ihres Portals zu erhöhen und langfristig loyale Kunden zu entwickeln.

Um gezielt qualitative Analysen dieser Nutzer durchzuführen ist es möglich, den Session Quality Score und jede andere Metrik/Segment an Experience Plattformen wie m-pathy anzubinden. Dieser Schritt ermöglicht die Anwendung von Einzelsession-Playbacks, Heatmaps und Formularfeld-Analysen für eben die Nutzer, die wahrscheinlich nicht konvertieren werden und deckt damit die Gründe dafür auf.

m-pathy UX Insight mit Google Analytics nutzen

Dafür wird zunächst eine Benutzerdefinierte Dimension (Custom Dimension) „MpathyPageID“ mit dem Umfang (Scope) „Hit“ angelegt.

Zur Übertragung der m-pathy Page ID wird schlicht folgender Aufruf an Google Analytics implementiert:

m-pathy_einfach_in_Google_Analytics_implementieren

Über die Google Analytics Reporting API synchronisiert m-pathy dann die notwendigen Daten und stellt Segmente wie den Session Quality Score in m-pathy UX Insight zur Verfügung. Über die Kombination von Web-Analyse und User Experience Plattformen lässt sich so ein umfassendes Bild über die Besucher von Websites generieren und somit Optimierungspotentiale nicht nur ans Licht bringen, sondern auch quantifizieren und somit priorisieren.

m-pathy-Filterfunktion_Session Quality Score